Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Prof. Dr. Hörning - Projekte

Nissen - 04

Laufende Projekte

Zweinutzungshühner im Ökolandbau – Zucht und Potentialermittlung geeigneter Herkünfte sowie Umsetzung in die Praxis (Oeko2Huhn)“ im Rahmen des Bundesprogramms „Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)". Leitung: Prof. Dr. Hörning. Laufzeit: 02/20 - 12/22. Fördersumme: 605.970 EUR (Stand 2022)

Das Forschungsprojekt Öko2Huhn baut auf dem Vorgängerprojekt ÖkoHuhn auf. Es handelt sich erneut um ein Verbundvorhaben mehrerer Partner. Die Hochschule Eberswalde (HNE) prüft etliche Hühnerherkünfte Richtung Zweinutzung auf Biobetrieben in der Praxis. Die Ökologische Tierzucht gGmbH (ÖTZ) entwickelt ihre Herkünfte züchterisch weiter (New Hampshire, White Rock, Bresse) und die Bioland Beratung GmbH betreut Praxisbetriebe mit ÖTZ-Tieren. Die Universität Hohenheim und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf führen exemplarisch Untersuchungen an der Rasse Sundheimer durch.

Ziel der Feldprüfung der HNE (Arbeitspaket 3) ist das Testen eines breiten Spektrums an derzeit verfügbaren Herkünfte. Bislang sind etwa 30 Hühnerrassen oder Hybriden auf zirka 60 Praxisbetrieben in ganz Deutschland im Test (u. a. Coffee und Cream der ÖTZ, als Zweinutzungshybriden Lohmann Dual, Tetra Super Harco, Tetra; als Kreuzungen Herrmannsdorfer Landhuhn, Triesdorfer Landhuhn, Kollbecksmoor-Huhn; als Rassehühner Barnevelder, Bielefelder, Bresse, Deutsche Sperber, Marans, Mechelner, Lachshühner, Ostfriesische Möwen, Ramelsloher, Rheinländer, Sachsenhühner, Sundheimer, Sussex; sowie als Referenz Lohmann Brown, Novogen Brown und Sandy).

Geplant sind ca. 50 Lege- und 40 Mastdurchgänge mit mindestens 50 Tieren je Gruppe. Während der Durchgänge werden die Betriebe zweimal angefahren. Dabei werden etliche Leistungsmerkmale sowie Tierwohlindikatoren erhoben (z. B. Gefiederschäden, Auslaufnutzung). Ferner werden ökonomische Daten sowie die Vermarktungswege erfasst, um die Wirtschaftlichkeit der Betriebszweige Eiererzeugung bzw. Hühnermast beurteilen zu können. Zusätzlich wird im Labor die Eier- und Fleischqualität untersucht. Am Ende der Tests sollen in 2023 Empfehlungen für die Praxis gegeben werden. Eine Projektverlängerung wurde bereits in Aussicht gestellt


Untersuchungen zur mobilen Hühnerhaltung (fortlaufend, Leitung: Gerriet Trei / Bernhard Hörning):

Förderung: Hochschulmittel, Kooperation: Stallbau Weiland, Ökodorf Brodowin;  Die Untersuchungen erfolgen mit zwei Mobilställen (Hühnermobil Typ 225, Stallbau Weiland). Bislang erfolgten Untersuchungen zu Einflüssen auf die Auslaufnutzung (Auslaufgröße, Gruppengröße, Hähne, Wetter), zur Nahrungsaufnahme aus dem Grünauslauf, zur Fütterung (Wahlversuche, Angebot Möhren), zum Vergleich verschiedener Herkünfte (Lohmann braun plus, Lohmann dual, Domäne silber; Projekt ÖkoHuhn: s. dort), sowie zur Habichtabwehr.

Populationsanalysen / Status Quo alter Nutztierrassen (fortlaufend), Leitung: Bernhard Hörning:

Kooperationen: Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH), Landeszuchtverbände, Rassezuchtverbände; bislang durchgeführt (chronologisch): Shorthorn-Rinder (2010), Angler- und Deutsche Sattelschweine (2008), Weiße Deutsche Edelziege (2009), Waldschaf (2010), Meißner-Widder-Kaninchen (2012), Soay-Schafe (2014), Bayerische Landgans (2017), Gefährdete Rassen in Brandenburg (2019).

Status Quo-Analysen für spezielle Tierarten (fortlaufend, Leitung: Bernhard Hörning):

Kooperationen: Halterverbände, Verbände des Ökolandbaus, etc.; bislang durchgeführt (chronologisch): Bisons (2008), Milchbüffel (2008), Zwergzebus (2008), Strauße (2009), Schnecken (2009), Milchschafe (2010), Arbeitspferde (2010), Wachteln (2010), Gehegewild (2012), Perlhühner (2014), Pensions-/Reitpferde im Ökolandbau (2014), Schafe Demeter-Betriebe (2016), Esel und Mulis (2016), Ökonomie Esel (2017), Ökonomie  Arbeitspferde (2018), Puten (2019)


Abgeschlossene Projekte

BMEL-Projekt ÖkoHuhn – Konzeption einer Ökologischen Hühnerzucht - mit besonderer Beachtung einer möglichen Zweinutzung im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN). Leitung Teilprojekt HNE: Prof. Dr. Hörning. Laufzeit: 2017-2019.

Eignung unterschiedlicher Herkünfte für die ökologische Haltung von Masthähnchen. Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung (LVAT), Groß Kreutz; Institut für Fleischhygiene und -technologie, Fachbereich Veterinärmedizin, Freie Universität Berlin; Fachgebiet Nutztierethologie und Tierhaltung, Universität Kassel, Witzenhausen. Leitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 2007-2009.

Grunddaten und Ökonomie der Mutterkuhhaltung in Deutschland. Förderung: Kuratorium für Technik & Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL). Kooperation: Agroscope FAT Tänikon (Schweiz). Leitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 2006-2007.

Management und Investitionsbedarf von Ausläufen für Rinder und Schweine. Förderung: Kuratorium für Technik & Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL). Kooperation: Agroscope FAT Tänikon, Schweiz; Neuland e.V., Bonn. Leitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 2005-2006.

Optimierte Kälbergruppenhaltung, Teilprojekt 1: Status-Quo der Kälberhaltung auf ökologischen Milchviehbetrieben in Deutschland. Förderung: Bundesanstalt für Landwirtschaft & Ernährung (BLE). Kooperation: Institut für Betriebstechnik & Bauforschung, FAL. Leitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 2004-2006.

Status-Quo Ökologische Geflügelhaltung. Förderung: Bundesanstalt für Landwirtschaft & Ernährung (BLE). Kooperation: Beratung Artgerechte Tierhaltung (BAT), Witzenhausen. Leitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 2003-2004.

Status-Quo Ökologische Rinderhaltung. Förderung: Bundesanstalt für Landwirtschaft & Ernährung (BLE). Kooperation: FG Umweltschonende Tierproduktion, FH Osnabrück. Leitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 2003-2004.

Synchronverhalten von Milchkühen. Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Kooperation: Animal Sciences Group, University of Wageningen, Lelystad (NL). Bearbeitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 2003.

Optimierung eingestreuter Haltungssysteme. Förderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Kooperation: Institut für Betriebstechnik & Bauforschung, FAL. Beteiligung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 2000-2003.

Ganzjährige Freilandhaltung von Sauen in der Praxis. Förderung: Stihl-Stiftung. Leitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 1999-2000.

Artgerechte Schweinehaltung (Suhlen für Mastschweine, Abferkelbuchten mit Bewegungsfreiheit, Freilandhaltung Sauen). Förderung: VgtM. Kooperation: Klinik kleine Klauentiere, TiHo Hannover; Beratung Artgerechte Tierhaltung, Witzenhausen. Leitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 2003.

Optimierung Hühnerausläufe hinsichtlich Nährstoffeinträgen / Krankheitserregern. Förderung: Bundesanstalt für Landwirtschaft & Ernährung (BLE). Kooperation: FG Bodenkunde, Universität Kassel, Geflügelgesundheitsdienst, Universität Göttingen. Beteiligung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 1999-2001.

Modellvorhaben tiergerechte und umweltverträgliche Geflügelhaltung. Förderung: Kuratorium für Technik & Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL). Kooperation: Geflügelgesundheitsdienst, Universität Göttingen. Beteiligung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 1999-2000.

Eingestreute Haltungssysteme für Schweine. Förderung: Zentrale Forschungsförderung Universität Kassel. Kooperation: FG Agrartechnik, Universität Kassel. Leitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 1996-1998.

Eingestreute Milchviehlaufställe in der Praxis. Förderung: Zentrale Forschungsförderung Univ. Kassel; Stallbauunternehmen. Leitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 1994-1996.

Artgerechte Haltung von Rindern, Schweinen und Hühnern in der Praxis. Förderung: Schweisfurth-Stiftung. Beteiligung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 1994-1996.

Hessische Modellvorhaben Artgerechte Tierhaltung, Pilotprojekte auf 5 Betrieben mit Hühner-, 2 mit Schweine-, 1 mit Ziegenhaltung, Förderung: Hessisches Landwirtschaftsministerium. Kooperation: Schweinegesundheitsdienst, Universität Gießen; Geflügelgesundheitsdienst, Universität Göttingen. Leitung: Bernhard Hörning. Laufzeit: 1993-1995.


Gutachten / Studien

In den letzten 15 Jahren Themen u.a. Tiergerechtheit der Kleingruppenhaltung für Legehennen, Ausläufe für Rinder und Schweine, Tiergerechtheit der intensiven Schweinehaltung, Brandschutzproblematik bei Schweinen, Probleme der Leistungszucht bei Nutztieren, Hormoneinsatz bei Sauen, Richtlinien für eine artgemäße Putenhaltung, Kriterien für Massentierhaltung, Kosten von Tierschutzmaßnahmen bei Geflügel, Bruderhahnaufzucht, alte Rassen in Brandenburg

Auftraggeber: Behörden, Verbände, Parteien, Unternehmen: z.B. Landwirtschaftsministerien Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Brandenburg; Die Grünen Bundestagsfraktion, SPD Landtagsfraktion Thüringen, ATB, KTBL; Deutscher Tierschutzbund, Vier Pfoten, BUND