Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Modulares Rollator-System auf Basis nachwachsender Rohstoffe

Forschungsvorhaben

Modulares Rollator-System auf Basis nachwachsender Rohstoffe

Fast alle Texte ĂŒber Bioökonomie starten mit: Fossile Rohstoffe sind endlich und daher ist die aktuelle Ausrichtung der Wirtschaft, die auf diesem Fundament gebaut ist, am Aussterben. Ein Hinwenden zu den sogenannten nachwachsenden Rohstoffen ist mittlerweile in den Köpfen der gesamten Gesellschaft angekommen, doch scheitert es bisher noch am Vertrauen zur Natur oder der Angst der Unternehmen wirtschaftliche Einbußen zu erleiden, wenn nicht alle anderen auch umdenken und umschwenken. Die Bedenken sind leicht mit dem zunehmenden ökologischen Denken der Verbraucher auszurĂ€umen.

Die Idee des Bambulators ist aus den BedĂŒrfnissen der Benutzer erwachsen. Wie wir alle wissen, wĂ€chst durch den demografischen Wandel in der Gesellschaft der Bedarf an Hilfsmitteln fĂŒr das Alter. Jedoch auch jĂŒngere Menschen sind durch Erkrankungen und Reha-Maßnahmen auf UnterstĂŒtzung angewiesen. Diese sollen die eigene SelbststĂ€ndigkeit aufrechterhalten und dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der MobilitĂ€t. Die momentan auf dem Markt vorhandenen Rollatorenmodelle decken nicht vollstĂ€ndig die BedĂŒrfnisse der Anwender. Die Akzeptanz dieser Rollatoren ist beschrĂ€nkt und noch nicht gĂ€nzlich gesellschaftskonform. Es fehlt auf dem Markt ein MobilitĂ€tskonzept, das in seiner Funktion den hohen Erwartungen der MobilitĂ€t genĂŒgt, aber auch den Anwender mit seiner Umwelt verbindet. Holz ist ein natĂŒrlicher Werkstoff und stellt als Konstruktionsmaterial direkt eine Verbindung mit der Natur her.

Der Bambulator soll ergonomisch alle Rollatornutzer ansprechen und ist daher höhenverstellbar, hat eine SitzflĂ€che mit zusĂ€tzlichem RĂŒckengurt und besitzt innenliegende KabelfĂŒhrungen. Der Klappmechanismus faltet den Bambulator seitlich zusammen in eine GrĂ¶ĂŸe, die ein Verstauen in einen Golfklassekofferraum möglich macht. Die großen luftbereiften RĂ€der sollen die Vibrationen zusĂ€tzlich dĂ€mpfen. Die Griffe sind ebenfalls mit natĂŒrlichen Materialien, z. B. Natur-Kork, ummantelt. Beides fĂŒhrt zu einer Schonung der Gelenke. Weiteren BeeintrĂ€chtigungen der Gelenke wird durch die Benutzung des Bambulators vorgebeugt. DarĂŒber hinaus erhĂ€lt er feststellbare Bremsen, um ein sicheres Aufstehen und Hinsetzen gewĂ€hrleisten zu können.

Ziel des Forschungsprojektes ist es, ein Rollator-Produkt zu entwickeln, das den AnsprĂŒchen der Bioökonomie gerecht wird. Dabei sollen die drei SĂ€ulen der Nachhaltigkeit bedient werden, also ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig zu handeln, und den hohen AnsprĂŒchen des Anwenders an eine altersgerechte Gehhilfe(Rollator) gerecht wird.

Förderrahmen

Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung
Ideenwettbewerb — Neue Produkte fĂŒr die Bioökonomie

Es fand eine Sondierungsphase statt 

Förderkennzeichen: 031B0246

Projektzeitraum: 01.09.2016-30.09.2017,

die nun in die Machbarkeitsphase ĂŒberging

Förderkennzeichen: 031B0476A

Projektzeitraum: 01.10.2017-30.09.2019

gefördert durch:

Projektleiter und Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Alexander Pfriem (alexander.pfriem(at)hnee.de)
Dipl.-Ing. (FH) Moritz Sanne (moritz.sanne(at)hnee.de)
Anja Kampe M.Sc. (anja.kampe(at)hnee.de)




Projektpartner

In Zusammenarbeit mit dem Holzverarbeitenden Betrieb RĂŒlke GmbH und der Metall und Kunststoff verarbeitenden Firma Steinel GmbH wird der Fertigung des Bambulator im Erzgebirge geforscht.