Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Informationen für Studieninteressierte

An- und Herausforderungen

Um Ihnen als dual Studierende/r die besten Möglichkeiten für ein qualitativ hochwertiges Studium zu geben und damit den richten Grundstein für eine langfristige produktive Zusammenarbeit mit Ihrem Unternehmen zu legen, sind einige Voraussetzungen Ihrerseits zu beachten.


Motivation und Interesse

Die Holzbranche zeichnet sich durch vielfältige Wertschöpfungsmöglichkeiten aus. In gut aufgestellten Unternehmen nehmen hierbei die Ingenieurinnen und Ingenieure in den unterschiedlichsten Teilen des Unternehmens eine wichtige Rolle ein, denn zunehmend wird im holzverarbeitenden Unternehmen, unabhängig ob Handwerk oder Industrie, auf der Basis ingenieurwissenschaftlicher Methoden gearbeitet. Hierfür sind gut ausgebildete, hoch motivierte Spezialistinnen und Spezialisten unabdingbar. Der allseits zu spürende Mangel an Fach- und Führungskräften steht dem allerdings entgegen und wird zu der Herausforderung für die Unternehmen! Das duale Studium am Fachbereich Holzingenieurwesen an der HNE Eberswalde bietet mit den Studiengängen „Holztechnik“ und „Mechatronik im Holzingenieurwesen“ für Sie die Chance sich als zukünftige/r Ingenieur/in auszubilden zu lassen!

Prinzipiell gilt es zu unterscheiden: das grundständige Studium und das duale Studium. Im dualen Studium werden zwei Lernorte miteinander verbunden – die Hochschule und das Unternehmen. Zusätzlich lassen sich zwei Studienvarianten unterscheiden: Die ausbildungs- bzw. berufsintegrierende und die praxisintegrierende Studienvariante. Der duale Studiengang „Holztechnik“ der HNE Eberswalde versteht sich als ausbildungs- bzw. berufsintegrierend und „Mechatronik im Holzingenieurwesen“ als praxisintegrierend. Im Falle der ausbildungsintegrierenden Studienvariante kommt sogar noch die Berufsschule als dritter Lernort hinzu. Welcher Studiengang nun der richtige für Sie ist, hängt von Ihren Neigungen und Interessen ab. Wir beraten Sie gern in einem persönlichen Gespräch über die Inhalte und Möglichkeiten eines Studiums am Fachbereich Holzingenieurwesen der HNEE.


duales_Studium_2019_06_05


Eignung und Voraussetzungen

Durch die Verzahnung von Theorie und Praxis und damit dem steten Wechsel der Lernorte liegt die Zusatzbelastung für dual Studierende deutlich über der grundständig Studierender. Die HNE Eberswalde tritt dieser Doppelbelastung durch die Verzahnung der Kurse bzw. Vorlesungen der dualen Studienangebote mit den regulären Studienangeboten (Brandenburger Modell), kleinen Studiengruppen und den persönlichen Kontakt zum Lehrpersonal und den Mitstudenten am Fachbereich entgegen.

Duale Studienplätze sind sehr begehrt – somit werden von den Unternehmen hohe Ansprüche an die Bewerberinnen und Bewerber gestellt, um den hohen inhaltlichen und zeitlichen Anforderungen an duale Studierende gerecht zu werden. So sollten Sie bzgl. der Soft-Skills ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Disziplin, Leistungsbereitschaft und Interesse an der Praxisarbeit, Durchhaltevermögen und Belastbarkeit innehaben sowie die Bereitschaft zur digitalen Mobilität (bedingt durch moderne Lernmethoden an der HNE Eberswalde) mitbringen. Hinzu kommen Hard-Skills, wie die Hochschulzugangsberechtigung nach dem Brandenburgischen Hochschulgesetzes (BbgHG). Ausführliche Informationen dazu finden Sie bei Ihrem gewählten Studiengang unter „Infos für Bewerber“. Bleiben dennoch Fragen offen, melden Sie sich einfach bei uns!

Die Zeiträume und damit die Wechsel von Praxisphasen im Unternehmen (und ggf. der Berufsschule) und den Theoriephasen bei uns an der Hochschule werden von uns über die Festlegung der Semestertermine geregelt. Demnach muss durch das Unternehmen die Freistellung der dual Studierenden für die Theoriephasen, für die Semesterprüfungen und für die einmal im Semester stattfindende Blockwoche an der HNE Eberswalde erfolgen. So bekommt Ihre Bereitschaft zur räumlichen Flexibilität eine besondere Bedeutung. Sie sollten für sich Fragestellungen nach den jeweiligen Unterkünften (Verfügbarkeit, Bezahlung) an den unterschiedlichen Lernorten und mögliche verkehrstechnische Verbindungen (ÖPNV, Auto) zwischen den Lernorten klären und ggf. mit Ihrem Unternehmen besprechen (siehe auch Unterthema „Vergütung“ im weiteren Verlauf des Textes).

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 Präsenzphasen Holztechnik dual

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 Präsenzphasen Mechatronik im Holzingenieurwesen dual 


Der Wunsch vieler Studierender, eine gewisse Zeit Ihres Studiums im Ausland zu verbringen, ist nur bedingt durch die straffe Struktur eines dualen Studiums realisierbar. Da aber sowohl Sie als auch das kooperierende Unternehmen von einem Auslandsaufenthalt profitieren können, ist ein frühzeitiger Austausch über die Möglichkeiten sehr sinnvoll. Besonders geeignet sind Unternehmen mit ausländischen Niederlassungen oder Partnergesellschaften (für Auslandsaufenthalte während der Praxisphasen) sowie Hochschulen mit ausländischen Partnerhochschulen (für Auslandsaufenthalte während der Theoriephasen). Sie benötigen aber immer die Absprache mit und die Zustimmung Ihres Unternehmens für einen Auslandsanteil in Ihrem Studium.

Im Gegensatz zu regulär Studierenden haben Sie als dual Studierende/r keine langen Semesterferien. In dieser Zeit sind Sie weiter in Ihren kooperierenden Unternehmen tätig. Da aber auch Sie Zeiten zur Entspannung und Erholung brauchen, haben Sie einen regulären gesetzlichen Urlaubsanspruch, welcher in dieser Zeit genommen werden muss.


Bewerbungsprozess

Das Unternehmen bindet sich mindestens über die gesamte Studienzeit an Sie (Mechatronik im Holzingenieurwesen 3,5 Jahre; Holztechnik dual 4 Jahre) und umgekehrt. Das Ziel eines dualen Studiums ist dabei nicht nur der erfolgreiche Abschluss des Studiums (ggf. auch der Berufsausbildung), sondern eben auch eine Weiterbeschäftigung in dem Unternehmen. Dafür investieren die Unternehmen sehr viel Zeit, Personal und Geld in Sie. So wird der Vertragsunterzeichnung ein intensiver Bewerbungsprozess, teilweise beginnend schon ein Jahr vor Studienbeginn, vorangehen, um durch eine qualifizierte Bewerberauswahl mögliche Fehlbesetzungen in beiden Richtungen zu vermeiden. Nutzen Sie daher die Möglichkeiten, um Ihr Unternehmen schon im Vorfeld kennenzulernen, z.B. über Vor- bzw. Schulpraktika.


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Vertragsabschlüsse

Die intensive Zusammenarbeit von dual Studierenden, Unternehmen und Hochschule ist in Deutschland vertraglich zu regeln. Hierbei kommen je nach Studienmodell verschiedene Vertragsarten zum Tragen. Unabhängig des Modells wird eine Kooperationsvereinbarung zwischen Hochschule und Unternehmen geschlossen, den auch Sie als dual Studierende/r unterzeichnen. Unsere Kooperationsvereinbarungen finden Sie als Anhang in den jeweiligen SPO`s des gewählten Studiengangs. Das Unternehmen schließt zusätzlich einen Studien- oder Bildungsvertrag mit Ihnen als dual Studierende/r ab. Musterverträge finden sich z.B. bei der Agentur Duales Studium Brandenburg (www.duales-studium-brandenburg.de). In der ausbildungsintegrierenden Studienvariante kommt zudem noch der Ausbildungsvertrag hinzu. Beispielverträge finden Sie bei den zuständigen Kammern (z.B. www.ihk-ostbrandenburg.de).


Vorteile und Mehrwert

Jung, dynamisch, flexibel, motiviert, gut ausgebildet und natürlich mit Berufserfahrung – wer kennt sie nicht – die Stellenausschreibung für eine offene Stelle. Gerade die Verbindung einer akademischen Ausbildung mit frühzeitiger Berufserfahrung gibt Ihnen als dual Studierende/r die Möglichkeit, sich gegenüber grundständig Studierenden positiv zu positionieren. Mit der Absolvierung eines dualen Studiums lassen sich mehrere Vorteile für Sie generieren.


Vergütung

Zu den unumstrittenen Vorteilen für Sie als dual Studierende/r zählt die finanzielle Absicherung während Ihres Studiums. Die von Ihrem Unternehmen gezahlte monatliche Vergütung soll Sie befähigen, sich vollständig auf ihre Ausbildung konzentrieren zu können, ohne z.B. noch einen zusätzlichen Nebenjob aufnehmen zu müssen. Hinzu kommt Ihr individueller Anspruch nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG), welchen Sie unter www.bafoeg.de überprüfen können. Dennoch bleibt die Frage offen: Wieviel sollte mir mein Unternehmen monatlich zahlen? Oder welche Kosten können von meinem Unternehmen übernommen werden? Prinzipiell ist die Höhe und die Art der finanziellen Unterstützung Verhandlungssache zwischen Ihnen und Ihrem Unternehmen. Nur in der ausbildungsintegrierenden Studienvariante sind im Zeitraum der Berufsausbildung die Bestimmungen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) einzuhalten. Danach und in den anderen Studienvarianten empfehlen wir den BAföG-Höchstsatz von 735€ mit Stand von 2019 anzusetzen. Ihr Unternehmen kann Sie aber noch weiter finanziell motivieren, indem zusätzliche Anreize in Form von Boni für gute Studienleistungen oder besondere Leistungen im betrieblichen Praxiseinsatz gewährt und vertraglich festgehalten werden. Aber auch finanzielle Zuschüsse für Lehrmaterialien z.B. Fachbücher oder für die Miete der Wohnung oder des WG-Zimmers sind nicht unüblich.

Im Land Brandenburg fallen keine Semestergebühren für Hochschulen in öffentlicher Trägerschaft an und dazu zählt die HNE Eberswalde. In der Regel übernimmt das Unternehmen dafür die zu zahlenden Semesterbeiträge. An der HNE Eberswalde betrug zum WS 2018/19 dieser Beitrag 267€ (Einschreib- bzw. Rückmeldegebühr 51€, Studentenwerksbeitrag 70€, AStA-Beitrag 15€, Semesterticket für beliebig vielen Fahrten im Verbundtarifgebiet Berlin-Brandenburg 130€ und der Beitrag zum klimaneutralen Semesterticket von 1€).


Abschluss - Übernahme - Karriere

Mit dem erfolgreichen Abschluss Ihres dualen Studiums am Fachbereich Holzingenieurwesen der HNE Eberswalde erlangen Sie den akademischen Grad eines „Bachelor of Engineering“ (B. Eng.), in der ausbildungsintegrierenden Studienvariante kommt zusätzlich noch der berufsqualifizierende Abschluss hinzu. Ihr akademischer Abschluss befähigt Sie zudem, nachfolgend ein konsekutives oder weiterbildendes Masterstudium aufzunehmen. Die nötigen Zugangsvoraussetzungen (z.B. notwendige ECTS-Leistungspunkte) erfahren Sie bei Ihrer Hochschule. Besprechen Sie aber schon im Vorfeld mögliche Weiterbildungen oder Qualifikationen mit Ihrem Unternehmen, um Missverständnisse über Ihre beruflichen Werdegang zu vermeiden.

Mit Ihnen als Absolventinnen oder Absolventen stehen Ihrem Unternehmen bei Übernahme sofort einsetzbare Mitarbeiter für verantwortungsvollen Aufgaben bzw. Führungspositionen zur Verfügung. Es besteht für das Unternehmen nicht die Notwendigkeit einer langwierigen und kostspieligen Einarbeitung. Ebenso können Kosten für Anwerbungen z.B. über Headhunter und Kosten für teure Traineeprogramme entfallen – Ihr Unternehmen kennt Sie ja schon.

Die langfristige Sicherung von Fach- und Führungskräften steht in der Entscheidung zum Angebot von dualen Studienmöglichkeiten für Unternehmen an erster Stelle. Aufgrund der schon im Aufbau und Ablauf des Studiums integrierten Berufspraxis und damit der engen Verzahnung von Praxis und Theorie haben Sie bessere Karrierechancen als Ihre Mitbewerber mit Abschlüssen aus den grundständigen Studiengängen. Sie sind vertraut mit der Erzeugerstruktur Ihres Unternehmens, kennen den Betriebsablauf, haben ihr erstes eigenes Netzwerk zu Mitarbeitern und Kollegen aufgebaut, sind belastbarer und leistungsbereiter – Sie haben erste Berufserfahrung, erste berufliche Kompetenzen sammeln können!


 

Ansprechpartner:


Prof. Dr.-Ing.
Ulrich Schwarz

Dekan/Studiengangsleiter des Fachbereichs Holzingenieurwesen

 03334/657-374
Ulrich.Schwarz@hnee.de


Dipl.-Ing. (FH)
Guido Eichbaum

Studiengangskoordinator Duales Studium am Fachbereich Holzingenieurwesen

 03334/657-389

Guido.Eichbaum@hnee.de