Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
•••
Menü

Rotwildforschung


aktuelles Rotwildprojekt:






‚ÄěBeeinflussung des Raum-Zeit-Verhaltens von Rotwild (Cervus elaphus) durch gro√ür√§umige Beweidungsprojekte auf ausgew√§hlten DBU-Naturerbefl√§chen‚Äú


Aktueller Zwischenbericht zum Projekt

ID40_Ausschnitt-500px



Hintergrund:

Der Rothirsch ist in Deutschland die größte in freier Wildbahn lebende Säugetierart. Als Lebensraum bevorzugt er großräumig zusammenhängende, offen strukturierte Landschaften sowie lichte Wälder. In den letzten Jahrzehnten kam es in Deutschland zu erheblichen Verlusten wertvoller Offenlandbiotope als Teillebensraum des Rothirsches. Eine naturschutzfachlich bewährte Methode, die zunehmend zur Pflege und Entwicklung solcher Offenlandökosysteme angewandt wird, ist die nicht selten großflächige und extensive Beweidung mit Haustieren.

Die Etablierung vergleichsweise gro√üfl√§chiger Weiden geht mit einer entsprechenden Z√§unung einher (Ausnahme: H√ľtehaltung z.B. von Schafen). So wie diese eine absolute Barriere f√ľr die jeweiligen Weidetiere gew√§hrleisten soll, kann sie auch eine hier unerw√ľnschte Barrierewirkung f√ľr Rotwild und andere Schalenwildarten haben. Grunds√§tzlich sollten jedoch die nat√ľrlicherweise lokal vorkommenden Wildtierbest√§nde durch gro√üfl√§chige naturnahe Beweidungssysteme so wenig wie m√∂glich in ihrer √Ėkologie beeintr√§chtigt werden.

Zielsetzung:

Ziel des Projektes ist es eine fundierte Datengrundlage √ľber das Raum-Zeit-Verhalten des Rothirsches mittels GPS-Telemetrie in Abh√§ngigkeit von gro√üen Beweidungsprojekten zu schaffen, um f√ľr zuk√ľnftige Projekte eine Entscheidungshilfe bez√ľglich der Wahl und der Ausgestaltung der Beweidungskonzepte zu schaffen und damit auch zur Versachlichung der Diskussion beizutragen. Hierf√ľr werden in drei DBU-Naturerbefl√§chen sowohl Rothirsche als auch Weidetiere mit GPS-GSM-Halsbandsendern ausgestattet, um unter anderem Interaktionen erfassen und auswerten zu k√∂nnen.

Fragestellungen:

  • Wie ver√§ndert sich das Raum-Zeitverhalten des Rotwilds bei Einf√ľhrung gro√üer gez√§unter Weiden?
  • Ist eine Reduzierung bzw. Verschiebung des Lebensraumes festzustellen?
  • Tritt eine Verhaltens√§nderungen des Rotwildes aufgrund der Pr√§senz von Weidetieren und einer m√∂glicherweise reduzierten Nahrungsverf√ľgbarkeit auf?

Untersuchungsgebiete:



Untersuchungsgebiete

Die drei DBU Naturerbeflächen umfassen u.a. strukturreiche Offenlandschaften, welche in erster Linie durch militärischen Übungsbetrieb entstanden sind.

In der Oranienbaumer Heide (Sachsen-Anhalt) wurde schon im Jahr 2008 eine großflächige Ganzjahresweide mit Heckrindern und Konik-Pferden eingerichtet. Anhand dieser Fläche soll gezeigt werden, wie Rotwild nach einer ausreichend langen Habituationsphase auf die Beweidung reagiert.

In der Gl√ľcksburger Heide (Sachsen-Anhalt) und der Ueckerm√ľnder Heide (Mecklenburg-Vorpommern) soll ein Vorher-Nachher-Vergleich bei der Etablierung von Beweidungssystemen stattfinden.


Projektleitung: Prof. Dr. Siegfried Rieger

Projektbearbeitung:

Dr. Frank-Uwe F. Michler
M.Sc. Benjamin Gillich

Auftraggeber: DBU-Naturerbe GmbH

Bearbeitungszeitraum: 2014 bis 2018

Kontakt: Fachgebiet f√ľr Wildbiologie, Wildtiermanagement und Jagdbetriebskunde (FWWJ)
Tel.: 03334-657-280/-184
Fax: 03334-657-162

E-Mail:

fmichler@hnee.de

bgillich@hnee.de


 



01-ID2-328x21902-ID41-146x21903-IDC-328x219‚Äč‚Äč‚Äč‚Äč‚Äč‚Äč

zur√ľck zum Fachgebiet