Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
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Roboterzelle bereichert Forschung zur Holzbearbeitung

Roboterzelle im Technikum

Gelebter Transfer

 Die Roboterzelle, die dank der Kooperation mit dem Berliner Unternehmen Artis GmbH im Technikum der Hochschule fĂŒr nachhaltige Entwicklung Eberswalde aufgestellt werden konnte, ist Forschungsgrundlage, um einerseits Erkenntnisse zu möglichen Anwendungsbereichen zu gewinnen und andererseits kĂŒnftige FachkrĂ€fte auszubilden.

© HNEE 2017/ Ulrich Wessollek


An der Hochschule fĂŒr nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) arbeiten Wissenschaftler und Praxisexperten aus der Holzbranche in einem einzigartigen Kooperationsprojekt zusammen. Ihr Ziel: Neue Methoden sowie GeschĂ€ftsmodelle fĂŒrs Handwerk 4.0 zu erschließen.

Es ist eine besondere Kooperation dieser Art in den neuen BundeslĂ€ndern: Die Hochschule fĂŒr nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und das Berliner Tischlereiunternehmen Artis, das sich auf die Realisierung von KundenwĂŒnschen mit speziellen Fertigungsmethoden spezialisiert hat, arbeiten seit November noch enger zusammen. Anlass ist der Umzug der Roboterzelle, die seit 2012 bei Artis im Einsatz ist und  jetzt im Technikum der Hochschule auf dem Waldcampus aufgebaut wurde. „Wir wollen erforschen, welche Möglichkeiten sich damit fĂŒr die Holzverarbeitung erschließen und welche GeschĂ€ftsmodelle, sich daraus auch fĂŒr kleinere Unternehmen erzielen lassen“, erklĂ€rt Prof. Dr. Klaus Dreiner vom Fachbereich Holzingenieurswesen an der HNEE. FĂŒr die Wissenschaft und Praxis eröffnen sich vielfĂ€ltige TĂ€tigkeitsfelder, die auch von Studierenden in enger Zusammenarbeit mit Experten von Artis erkundet werden. „Denkbar sind Projekte, die sich mit der Geometrieerfassung an Bauteilen wĂ€hrend der Bearbeitung befassen“, nennt der Dozent ein Beispiel. Auch die Umsetzung von 3D-Druck, Bohr-, Schneid-, FrĂ€s- und Schleifarbeiten mit dem Roboter gehören dazu. Die Zelle dient u.a. zur Bearbeitung von Holzwerkstoffen und HartschĂ€umen. In einem Forschungsprojekt hat Artis auch neue Verfahren der Blechumformung entwickelt und erprobt.
Ergebnisse aus der Kooperation werden zum einen in die Lehre der Hochschule einfließen. Zum anderen profitiert das Unternehmen Artis von der wachsenden Expertise der Studierenden, die durch einen praxisorientierten Austausch in Lehrveranstaltungen und Praktika gefördert werden.
GegenĂŒber den bekannten CNC-Bearbeitungszentren hat der Roboterarm mit seinen sieben Gelenken eine ungleich grĂ¶ĂŸere Beweglichkeit und kann die WerkstĂŒcke nahezu umgreifend mit einem Arbeitsvolumen von 150 mÂł bearbeiten. Er kann zahlreiche, verschiedene Werkzeuge fĂŒr Bearbeitungen oder Handhabungen aufnehmen und jederzeit die Lage oder Ausrichtung des WerkstĂŒcks verĂ€ndern. Bis zu 200 kg Tragkraft kann er dazu aufbringen. Die Bedienung des Roboters erfolgt ĂŒber eine Standard-Industriesoftware. Mit generativer Design-Software kann noch mehr Potential ausgeschöpft werden.
Bekannt sind diese Maschinen aus Automatisierungsprozessen beispielsweise in der Autoindustrie. In der Holzbranche betreten die HNEE und Artis als Kooperationspartner nun Neuland. „Die Frage ist, was können wir aus der Maschine herausholen“, betont Prof. Dr. Klaus Dreiner. Er sieht eine mögliche Zukunft in Holz bearbeitenden Betrieben, die aufgrund ihrer GrĂ¶ĂŸe keine Massenartikel produzieren können und wollen. „Mit KreativitĂ€t und Einzigartigkeit können kĂŒnftig unter Anwendung der Roboterzelle ganz neue Wege beschritten werden“, blickt er in die Zukunft. Genau hier setze die Kooperation der HNEE und der Artis GmbH an.

Weitere Infos:
Zum Fachbereich Holzingenieurwesen: www.hnee.de/K241
zur Firma Artis GmbH unter www.artisengineering.de

FĂŒr RĂŒckfragen stehen Ihnen zur VerfĂŒgung:

Fachkontakte
HNEE:
BĂ€rbel JĂ€kel
Innovationswerkstatt Holz
Telefon: 03334 657-394
E-Mail: Baerbel.Jaekel@hnee.de

Artis Möbel Objekte Raumkonzepte GmbH
Katharina Wolter
Telefon: 030-616280-16
E-Mail: kw@artis.berlin



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