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Auswege aus dem Wachstumszwang: Buen Vivir – die südamerikanische Lebensform als Alternative?

Alberto Acosta zusammen mit Grupo Sal

13. Sustainability Lecture

Zusammen mit der Band „Grupo Sal“ wird Alberto Acosta am 20. Juni 2018 an der HNEE im Rahmen einer Konzertvorlesung das Konzept von Buen Vivir vorstellen.

© Engagement Global

Bei der 13. Sustainability Lecture am 20. Juni 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), die erstmals zusammen mit der Engagement Global organisiert wird, geht es um das Recht auf ein gutes Leben. Eine Konzertvorlesung mit Grupo Sal und Alberto Acosta bietet unterhaltsam eine Einführung in Erfahrungen aus Ecuador, die anschließend eine Podiumsdiskussion zu lokalen und internationalen Visionen aufgreift.

Höher, schneller, weiter — von allem immer mehr. Die Gier nach Wachstum scheint keine Grenzen zu haben, wovon die Finanzkrise, der Klimawandel sowie die größer werdende Schere zwischen Arm und Reich zeugen. Auf der Suche nach Alternativen, nach anderen Ideen machen Länder wie Ecuador und Bolivien gerade vor, wie es funktionieren kann: „Buen Vivir“ — das Recht auf gutes Leben und die Rechte der Natur. In ihren Verfassungen haben sie dieses Entwicklungskonzept festgeschrieben, das auf den Wertvorstellungen im Andenraum und den indigenen Traditionen beruht. „Es ist ein Abschied von westlichen Wohlstandsparadigmen, hin zur Harmonie mit der Natur und zur Kultur eines guten Lebens“, beschreibt es Alberto Acosta, der als Redner bei der 13. Sustainability Lecture auftreten wird. Er ist ehemaliger Präsident der verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors und Ökonom, der sich für die Integration von Buen Vivir in seinem Heimatland stark macht.

Zusammen mit der Band „Grupo Sal“ wird er am 20. Juni 2018 an der HNEE zu Gast sein und im Rahmen einer Konzertvorlesung das Konzept von Buen Vivir vorstellen. Anschließend werden HNEE-Angehörige mit ihm über diese Lebensform auf dem Podium diskutieren, um Antworten auf die Frage zu finden, wie wir als westliche Welt eigentlich leben wollen. Möglichkeiten auch auf lokaler Ebene aktiv zu werden, kommen hierbei genauso zur Sprache. Das Ganze mündet dann, ab 19.30 Uhr in ein „Sommerfest des guten Lebens“, wobei auch Eberswalder Initiativen und Bürger*innen eingeladen sind, um mit den Gästen über ihre Visionen zu diskutieren.

Programm:

17:00 Uhr
Einlass

17:30 Uhr
Begrüßung durch den HNEE-Präsidenten, Prof. Dr. Wilhelm-Günther Vahrson und Bona-Sande Späker (Engagement Global)

Konzertvorlesung mit Alberto Acosta und Grupo Sal

Podiumsdiskussion mit Alberto Acosta, Pierre Ibisch, Diana Mercedes Cervino Tirapegui, Inke Kühl, Anna Peters (Moderation Thomas Pampuch)

19:30 Uhr
Sommerfest des guten Lebens im Außenbereich der Mensa

22:00 Uhr
Ende


Unsere Gäste:

Alberto Acosta ist Ökonom und ehemaliger Präsident der verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors. Er war maßgeblich an der Integration des Buen Vivir in die Verfassung des Landes beteiligt. Bis 2008 war er Ecuadorianischer Minister für Energie und Bergbau. Er war Mitbegründer der bekannten Yasuní-Initiative und arbeitet zurzeit als Professor für Ökonomie an der Lateinamerikanischen Fakultät für Sozialwissenschaften (FLACSO) in Quito/Ecuador und als Autor, freier Berater und Gutachter.

Pierre Ibisch ist Biologe und Professor für Naturschutz an der HNEE und Gründungsdirektor des Centre for Econics and Ecosystem Management. Neben seiner Tätigkeit an der HNEE ist er unter anderem stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung.

Diana Mercedes Cervino Tirapegui istHNEE-Studentin im Studiengang International Forest Ecosystem Management. Sie kommt aus Venezuela und wird aus eigener Erfahrung berichten, wie Menschen nach dem Buen Vivir Konzept leben.

Inke Kühl ist HNEE-Studentinam Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft, die sich im Rahmen des Moduls „Betriebliches Umweltmanagement“ mit dem Projekt „Smells like...“ befasst hat. Dabei geht es um die Konzeption einer Geruchskarte sowie einer interaktiven Karte für Emissionen in Eberswalde. Mit diesem lokalen Forschungsprojekt geht die Studentin der Frage nach, wie man auf lokaler Ebene selbst aktiv werden kann.

Anna Peters ist Mitglied der Grünen Jugend und koordiniert dort die Arbeit zum Thema Ökologie und Internationales auf Bundesebene. Im Rahmen ihrer Position war sie für das Jahr 2017 Delegierte der Federation of Young European Greens bei den UN-Klimakonferenzen und hat dort vor allem zu Klima und Feminismus und Klimafinanzierung verhandelt. Seitdem organisiert sie regelmäßig Seminare zu diesem Thema um den Zusammenhang zwischen den Missständen der Geschlechterungerechtigkeit und der Klimakrise noch weiter in die Gesellschaft zu tragen.

Thomas Pampuch übernimmt die Moderation des Abends. Er hat in München, London und Berlin Geschichte und Politik studiert und ist Journalist (u.a. für die taz), Buchautor (u.a. “Bolivien” in der Beck’schen Reihe) Dokumentarfilmer, Übersetzer und gelegentlich auch Reiseleiter. Er ist in Berlin geboren, lebt in München und bereist seit über 35 Jahren regelmäßig Lateinamerika.


Einladung an alle:

Anlass: 13. Sustainability Lecture (engl. Nachhaltigkeitsvorlesung) mit einem Sommerfest im Anschluss, ab 19.30 Uhr

Rahmen: Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Anmeldungen sind erforderlich unter buero.praesident@hnee.de (bis zum 18. Juni 2018)

Datum/Zeit/Ort: 20. Juni 2018 von 17:30 bis 22 Uhr auf dem Waldcampus,
Alfred-Möller Straße 1, Waldcampus, Wilhelm-Pfeil-Auditorium (Haus 15), 16225 Eberswalde


Hinweis: Alle Redebeiträge werden auf Deutsch sein (eine Simultanübersetzung ins Englische wird zur Verfügung stehen)


Pressekontakte

Annika Bischof
Forschungs- und Transfermarketing, Hochschulkommunikation
Telefon: 03334 657-227
  annika.bischof@hnee.de

Sabine Schepp
Engagement Global Außenstelle Berlin, Brandenburg
Telefon: 030 25482-214
sabine.schepp@engagement-global.de


Vollständige Pressemitteilung als PDF finden Sie hier.